+++  Im Sommer 2020  +++     

Wirtschaft begrüßt grundsätzlich Hilfen

Neu Poserin, den 24.03.2020

… der Landesregierung


Die heute durch die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns beschlossenen Hilfen sind grundsätzlich zu begrüßen. Demnach sollen Kleinst- und Kleinunternehmen, die sich in wirtschaftlicher Schieflage befinden, ab morgen eine Soforthilfe beantragen können, die nicht zurückgezahlt werden muss. Anträge können beim Landesförderinstitut (LfI) gestellt werden. Damit zieht das Land die Hilfen des Bundes für Kleinstunternehmen vor (einmalig 9.000 Euro bei 0-5 Arbeitsplätzen, 15.000 Euro bei 6-10 Arbeitsplätzen) und unterstützt mit 125 Millionen Euro aus eigenen Mitteln auch Kleinunternehmen bis 49 Beschäftigte, die sich aufgrund der Corona-Krise in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden (einmalig 25.000 Euro bei 11-24 Arbeitsplätzen, 40.000 Euro bei 25-49 Arbeitsplätzen).
 
Darüber hinaus stehen allen Unternehmen zinsfreie oder mit geringen Zinssätzen versehene Darlehen des Landes insgesamt in Höhe von 200 Millionen Euro zur Verfügung. Auch der Bürgschaftsrahmen des Landes wird um 400 Millionen auf 1,6 Milliarden Euro erhöht. Zudem werden 100 Millionen Euro für ein Beteiligungsprogramm bereitgestellt, mit dem sich das Land zeitweilig an Unternehmen beteiligen kann, um diese zu stabilisieren.

Dazu erklärt der Präsident der IHK zu Schwerin Matthias Belke:
„Die Unterstützung seitens des Bundes und des Landes sind ein wichtiger erster Schritt, der sich in der Praxis erst noch bewähren muss. Es ist wichtig, dass deren versprochene Mittel auch wirklich in den nächsten Tagen bei den Unternehmen ankommen.“

"Diese Entscheidung kommt den Forderungen der Wirtschaft näher, schnelle und unbürokratische Hilfen zu gewähren. Vor allem aber sind finanzielle Engagements des Landes gefragt, die nicht zurückzuzahlen sind. Zusätzliche Kredite oder Darlehen sind für viele kleine Unternehmen wirtschaftlich keine Option. Zudem muss das Land dann Darlehen zu 100 Prozent besichern, damit das unternehmerische Risiko mittelfristig kalkulierbar bleibt", so Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin.

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Foto: www.amt-goldberg-mildenitz.de