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Gutspark Neu Poserin

Vorschaubild

Der Große unter den Kleinen

Homepage: www.neu-poserin.de

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Lage:

Am südwestlichen Rand des Dorfes Neu Poserin (Amt Goldberg – Mildenitz), unmittelbar an der Ortsverbindungsstraße nach Gallin liegt der jetzige Haupteingang zum Gutspark.

 

Geschichte:

Das heutige Hauptdorf Neu Poserin der gleichnamigen Gemeinde ist ein sehr junges Dorf. Es wurde mit der Einrichtung des Gutes um 1800 gegründet, unter wahrscheinlich nicht ganz legalen Umständen, wie später Historiker herausfanden. Die Familie Rosenow, welche das Gut bis weit ins 20. Jh. in ihrem Eigentum besaß, war auch Auftraggeber für den wahrscheinlich ab 1830 im Stil eines englischen Landschaftsparkes errichteten Gutspark.

Er ist aus einem 200 Jahre alten Ulmen-, Buchen-, Stieleichenwald mit eingeschlossenem Bruchwald (Feuchtgebiet) hervorgegangen und wurde vor etwa 100 Jahren mit der damaligen Modebaumart für Parkanlagen, der Douglasie, und  der Gemeinen Fichten ergänzt.

Seine ursprüngliche Größe betrug ca. 10 ha und die Übergänge in die freie Landschaft waren harmonisch und fast fließend. Eine erste Reduzierung erfolgte durch den Straßenbau 1935, wo der östliche Teil mit dem Übergang zum Windmühlenberg abgeschnitten wurde. Im Zuge der Bodenreform wurde der Park auf seine heutige Größe von 5,54 ha verkleinert. Ein Großteil der den Park umgebenden Häuser ist nach 1946 entstanden.

Der Park wird heute von dem 1996 gegründeten Parkverein betreut, welcher sich aus engagierten Bürgern der Gemeinde sowie Freunden der Parkanlage zusammensetzt und durch den Oberförster i.R. Cornelsen aus Sandhof fachlich beraten wird.

Beschreibung:

Durch Windwürfe und das Ulmensterben in den 1960er Jahren sowie andere negative  Einflüsse waren zahlreiche Lücken im Baumbestand des Parks entstanden, die vor etwa 30 Jahren durch Pflanzungen mit Sommerlinde, Bergahorn und Stieleiche sowie durch die Übernahme der natürlichen Verjüngung geschlossen wurden. Seit Gründung des Parkvereins wurden, auch mit Unterstützung des Arbeitsamtes, über 1.000 neue Sträucher und zahlreiche Bäume in über 50 verschiedenen Arten gepflanzt, welche den Park heute auch dendrologisch (Dedrologie = Wissenschaft der Gehölzkunde) interessant erscheinen lassen. Der Besucher findet im Park eine uralte Winterlinde, mehrere starke Stieleichen, eine breit ausladende Blutbuche, aber auch solche Seltenheiten, wie die Japanische Sicheltanne. Mehrere sehenswerte, von der Ulmenkrankheit verschont gebliebene, alte Flatterulmen stehen noch im Park.

Der Park besitzt auch heute noch mit seinen weiten Grünflächen, dem stufigen Baum- und Strauchbestand sowie dem geschwungenen Wegesystem typische Merkmale eines Landschaftsparks. Im südwestlichen Teil sind an den Parkrändern wunderschöne Ausblicke in die hügelige Landschaft von Neu Poserin möglich.

Im Laufe der letzten Jahre entstanden im Park weitere interessante Bauwerke, welche den Landschaftsparkcharakter verstärken und eine zeitgemäße Nutzung der Anlage ermöglichen. Ein auf nur einem Eichenstamm ruhender reetgedeckter Spitzpilz mit rustikalen Tischen und Bänken neben dem Teich lädt zum Verweilen ein. Auch das reetgedeckte Eingangstor und die hölzerne Bogenbrücke über den Teich sowie ein inhaltsreicher Lehrpfad machen Lust auf eine Entdeckungstour durch den Park. Die neugebaute Felsenbühne steht Anfang September, zum alljährlichen Parkfest, im Mittelpunkt der Festlichkeiten.

Durch die kontinuierliche Pflege und die gezielten Pflanz- und Rodungsarbeiten ist der Park nicht überaltert, sondern weist eine gute Schichtung in allen Altersklassen auf. Er ist durch die Vielgestaltigkeit und aufgrund seiner Komplexität Lebensraum für 25 Vogelarten und bietet darüber hinaus durch seinen Höhlenreichtum in dem alten Baumbestand Quartiere für vier Fledermausarten.

 

Der Landschaftspark von Neu Poserin ist nicht Selbstzweck, sondern stellt eine klare Einheit mit dem Gutshaus aus dem 19. Jh. dar. Dieses ist leider durch vielfältige Umbauten und Nutzungsänderungen keine architektonische Schönheit (mehr). Er weist aber im Umfeld mit dem Rondel aus Roteichen und der Öffnung des Blickes in die große Wiese und den Beginn des Wegesystems auch wertvolle Elemente des Parks auf und dient als harmonische Verbindung zum Dorf Neu Poserin.